SAP BW Migration

SAP BW Migration: Darauf kommt es an

Die SAP BW Migration wird für viele Unternehmen akut: 2027 endet der Support für SAP BW 7.5. Umso wichtiger ist es, jetzt die richtige Entscheidung für Ihr Unternehmen zu treffen. Wir klären auf, welche Optionen es gibt, warum eine 1:1-Migration kritisch ist und welche Herausforderungen bei der Migration entstehen.

Das Wichtigste in Kürze:

Das Support-Ende macht die SAP BW Migration notwendig

SAP BW 7.5 wird nur noch bis Ende 2027 unterstützt. Damit ist die Frage nach einer Migration keine strategische Überlegung mehr. Die Migration ist eine Notwendigkeit. Entscheider in Unternehmen sind sich dieser Situation bewusst, dennoch herrscht Unsicherheit und es fehlt die Vorstellung, wie der richtige Weg aussehen kann.

Herausforderungen bei der Migrationsentscheidung

Die Herausforderung bei der SAP BW Migration liegt nicht darin, ein bestehendes System technisch zu ersetzen. Es geht darum, eine Entscheidung zu treffen, die die eigene Datenstrategie und Architektur für die nächsten Jahre prägt.

Genau hier entstehen Unsicherheiten:

  • Welche Migrationswege gibt es?
  • Was passt zur eigenen Architektur?
  • Wie viel Veränderung ist notwendig?
  • Und wie lässt sich das Risiko im laufenden Betrieb minimieren?

Was ist eine SAP BW Migration?
Eine SAP BW Migration bezeichnet den Wechsel von einem bestehenden SAP Business Warehouse (z. B. BW 7.5) auf eine moderne Datenplattform. Dabei werden Datenmodelle, Prozesse und Berichte überprüft, bereinigt und auf der Zielplattform neu aufgebaut, um Altlasten zu reduzieren und eine zukunftsfähige Architektur zu schaffen.

Welcher SAP BW 7.5 Migrationsweg ist der richtige?

Unternehmen, die vor der Migration stehen, haben mehrere Optionen. Es gibt keine „richtige Lösung“, da jede Migrationslösung ihre Berechtigung hat. Hier ist es wichtig, dass Sie sich für eine Plattform entscheiden, die zu Ihren Bedürfnissen und Anforderungen passt. Trotz Expertise im eigenen Unternehmen ist es ratsam sich Unterstützung für die Architekturentscheidung zu holen, um von der Migrationserfahrung der Dienstleister und Ihrer neutralen Beratung zu profitieren.

Wir von der Windhoff Group betrachten Unternehmen bei den Migrationen ganzheitlich, um so den passenden Migrationsweg mit unseren Kunden zu gehen und die gestellten Ziele und Anforderungen zu erreichen. Kontaktieren Sie uns gerne für ein unverbindliches Beratungsgespräch.

4 Migrationswege aus SAP BW 7.5

Grundsätzlich gibt es mehrere Wege, wie Unternehmen mit dem Supportende 2027 von SAP BW 7.5 umgehen können: den Weiterbetrieb in der Privat Cloud als Übergangslösung, eine Modernisierung innerhalb des SAP-Ökosystems oder der Neuaufbau in einem anderen System als SAP.

Weg 1: Bestehendes BW gezielt in Private Cloud weiterbetreiben

Für manche Unternehmen ist ein direkter Umstieg kurzfristig nicht realistisch. In solchen Fällen können Unternehmen das vorhandene BW in einer Private-Cloud-Variante innerhalb der SAP BDC weiterführen, um Zeit zu gewinnen.

Dieser Weg reduziert kurzfristig den Entscheidungsdruck, ist eine Modernisierung, ersetzt aber keine Migration. Zudem verhindert sie die Entscheidung zur Migration nicht, da das Support-Ende der Private Cloud bereits für 2030 bekannt gegeben wurde. Wichtig zu wissen: bei diesem Weg bleiben fachliche und technische Altlasten weiterhin bestehen.

Weg 2: Innerhalb der SAP-Welt mit BW/4HANA migrieren

Ein technischer Wechsel innerhalb des SAP-Ökosystems auf SAP BW/4HANA schafft eine modernere Basis. Sie ist das Folgeprodukt von BW 7.5 mit einem Wartungsende im Jahr 2040. Es ist ein klassisches Data Warehouse und erlaubt somit weniger Modernisierungen als die Migration in die SAP BDC. Es gibt mehrere Migrationsszenarien in BW/4HANA, die sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko ist, dass bestehende Altlasten ins neue System übertragen werden können.

Weg 3: Mit Datasphere in die Business Data Cloud migrieren

Die aktuell modernste Lösung im SAP-Ökosystem ist die Migration in die Datasphere. Sie ist Bestandteil der SAP Business Data Cloud. Während der Migration werden all Ihre Daten neu aufgebaut und Altlasten verschwinden. Zudem migrieren Sie zu einem Setup, das die Abbildung von Datenprodukten, Self-Service Analytics und AI- & ML-Use Cases ermöglicht. Mit einem BDC Starter-Kit setzen Unternehmen die ersten Use-Cases in der Datasphere um, ohne gleich komplett zu migrieren.

Weg 4: Neuaufbau außerhalb des SAP-Stacks

Ein weiterer Weg ist der bewusste Neuaufbau in einer Datenplattform außerhalb des klassischen SAP-Stacks. Microsoft Fabric oder Databricks sind Lösungen in denen Self-Service-Analytics, Datenprodukte, Echtzeit-Szenarien oder KI-nahe Anwendungsfälle ebenfalls realisiert werden können.

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Die SAP BW Migration ist kein reines IT-Projekt

Ein klassischer Fehler bei der SAP BW 7.5 Migration ist es, wenn es nur um technische Aspekte geht und die Migration als reines IT-Projekt gesehen wird. Das Ergebnis ist dann häufig eine 1:1-Übertragung des bestehenden Systems, indem es nur darum geht Daten zu übernehmen, Prozesse nachzubauen und Reports weiter nutzbar zu halten. Das ist eine rein technische Migration. Auf den ersten Blick wirkt es effizient, hat langfristig allerdings klare Nachteile:

  • Bestehende Strukturen bleiben unverändert
  • Veraltete Datenmodelle werden übernommen
  • Komplexe und teilweise unklare Logiken werden nicht hinterfragt

Lift & Shift oder Migration?

Bei der SAP BW Migration geht es auch um den Ansatz, mit dem der Technologiewechsel bestritten wird. Klassisch wird zwischen Lift & Shift sowie der „echten“ Migration unterschieden.

Lift & Shift (vgl. Weg 1): Ein bestehendes System wird unverändert in eine neue Umgebung überführt. Die Umsetzung ist vergleichsweise schnell, allerdings bleiben bestehende Strukturen und Altlasten erhalten.

Echte Migration (vgl. Weg 3 & 4): Datenflüsse, Modelle und Prozesse werden überprüft, bereinigt und neu aufgebaut. Ziel ist eine moderne, flexible Architektur, die zukünftige Anforderungen unterstützt.

Der Hebel für eine erfolgreiche SAP BW 7.5 Migration: Blick aufs eigene Business

Damit eine SAP Business Warehouse Migration erfolgreich ist, muss der Blick aufs Business des jeweiligen Unternehmens gerichtet werden. In der Praxis zeigt sich leider häufig, dass Dienstleister die Lösung empfehlen, die sie selbst am besten kennen. Ein guter Partner für eine Migration stellt sich bei der Modernisierung der Datenarchitektur folgende Fragen:

  • Welche Anforderungen hat das Business heute und in Zukunft?
  • Welche Tools nutzen die Fachbereiche bereits?
  • Wie sieht das Zielbild in Bezug auf Analytics und KI aus?

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, ergibt sich die passende technologische Richtung für die Migration.

Geschäftslogik verstehen und adaptieren

Der größte Aufwand bei einer Migration liegt in der gewachsenen Struktur des bestehenden BW-Systems. Denn über Jahre sind Datenmodelle entstanden, erweitert und angepasst worden. Berichte basieren auf Logiken, die historisch gewachsen sind. Zudem fehlt häufig eine vollständige Dokumentation. Bei einer ganzheitlichen Migration führt dies zu folgenden Fragen, die vor der Umsetzung dringend geklärt werden müssen:
  • Welche Inhalte werden tatsächlich genutzt?
  • Welche Logiken sind geschäftskritisch?
  • Welche Strukturen sind historisch gewachsen? Was ist relevant und was nicht mehr?

Wir begleiten Sie auf Ihrem Migrationsweg

Erst die Strategie und dann die Umsetzung. Wir klären, welche Option zu Ihrer Systemlandschaft passt und wie realistische Migrationspfade aussehen.

Checkliste: Fragen, die vor der Migration geklärt sein sollten

Bevor Sie sich an die Migration wagen, klären Sie folgende Fragen. Nur wenn Sie ein passendes Zielbild haben, bringt die Migration Ihrem Unternehmen Vorteile.

Strategische Fragen:

Technische Fragen:

Fragen zu Daten & Inhalten:
Fragen zur Organisation:

Pflicht oder Vorteil? So zahlt sich die SAP BW Migration langfristig aus

Das Support-Ende von SAP BW 2027 bringt Unternehmen in Zugzwang. Sie müssen einen der Migrationswege auf sich nehmen. Unternehmen, die in der Migration mehr als eine Pflichtaufgabe sehen, haben die Chance davon zu profitieren. Mit der richtigen Beratung und einem passenden Partner an der Seite entsteht aus der Pflicht die strategische Grundlage für:

  • Schnellere Entscheidungen durch bessere Datenverfügbarkeit
  • Self-Service-Ansätze für Fachbereiche
  • Der Aufbau von Datenprodukten
  • Der Einsatz von KI, KI-Agenten und Advanced Analytics

Fazit zur SAP BW Migration: Gezielt Migrieren und profitieren

2027 ist aktuell als Supportende der SAP BW Wartung gesetzt. Unternehmen, die frühzeitig starten, haben noch genug Zeit, um strukturiert vorzugehen, Alternativen zu prüfen und ihre Architektur bewusst weiterzuentwickeln. Wer zu lange wartet, muss im schlimmsten Fall Entscheidungen unter Zeitdruck treffen. Ein guter Partner bewertet die aktuelle Ist-Situation neutral. Gemeinsam mit Ihnen entwickelt er Migrationswege, die zu Ihrer Datenstrategie passen. So verfügt Ihr Unternehmen nach der Migration die Grundlage für schnellere Entscheidungen, mehr Transparenz in den Daten und neue Möglichkeiten für Self-Service, Datenprodukte und KI. Gleichzeitig investieren Sie in eine Business-Intelligence-Lösung, die heute und in Zukunft zu Ihren Anforderungen passt.

Gerne besprechen wir unverbindlich mit Ihnen, wie eine Migration bei Ihnen aussehen könnte.

FAQ

Der SAP-Support für SAP BW 7.5 endet Ende 2027. Extended Support bis 2030 ist kostenpflichtig möglich, löst aber das grundlegende Modernisierungsproblem nicht. Unternehmen sollten daher frühzeitig einen Migrationsplan erarbeiten.

Es gibt vier grundlegende Wege: (1) den gezielten Weiterbetrieb von SAP BW in der Private Cloud als Übergangslösung, (2) die Modernisierung innerhalb der SAP-Welt mit SAP BW/4HANA, (3) den Neuaufbau im SAP-Umfeld mit SAP Datasphere und (4) den bewussten Neuaufbau außerhalb des SAP-Stacks, zum Beispiel mit Microsoft Fabric oder Databricks. Welcher Weg der richtige ist, hängt von Ihrer bestehenden Systemlandschaft, Ihren fachlichen Anforderungen und Ihrem Zielbild für Analytics, Datenprodukte und KI ab.

In den meisten Fällen ist eine 1:1-Migration nicht der sinnvollste Weg. Sie wirkt auf den ersten Blick sicher, übernimmt aber gewachsene Strukturen, veraltete Datenmodelle und unklare Logiken in das neue System. Damit verschiebt sich das Problem nur in eine andere technische Umgebung. Sinnvoller ist es, vor der Migration zu prüfen, welche Inhalte, Reports und Datenflüsse wirklich noch gebraucht werden und wie das Zielbild für Analytics, Datenprodukte und KI aussehen soll.

Der eigentliche Aufwand liegt in der gewachsenen Geschäftslogik des bestehenden Systems. Über Jahre sind Datenmodelle, Transformationen, Berechnungen und Reports entstanden, die häufig nur teilweise dokumentiert sind. Je nachdem, ob Unternehmen den Weiterbetrieb als Übergang, eine Modernisierung mit BW/4HANA, einen Neuaufbau mit SAP Datasphere oder eine offene Plattform wie Microsoft Fabric wählen, fällt der Aufwand unterschiedlich aus. Grundsätzlich gilt: Je stärker ein Unternehmen Altlasten hinter sich lassen und das Zielbild neu denken will, desto höher ist zunächst der Analyse- und Umsetzungsaufwand. Dieser lohnt sich aber, da so die tragfähigeren Architekturen entstehen.